Vielseitigkeitsprüfung ohne Spurlaut (VpoSp)

Aktualisiert: Okt 4

03.12.2021 Nach längerer Prüfungspause war es gestern mal wieder soweit, wir sind zur Meisterprüfung nach Deutschland, in die Nähe von Augsburg gefahren, zur Vielseitigkeitsprüfung ohne Spurlaut (VpoSp).

Die Vielseitigkeitsprüfung besteht aus: - 600m Schweißfährte (Übernachtfährte) - Gehorsam

(Ablage außer Sichtweite des HF mit 2x Schußabgabe, Pirschen durch den

Waldbestand und aus einem simulierten Standtreiben)

- Stöbern

- Spurlaut



Bei der Vielseitigkeitsprüfung ohne Spurlaut wird der Spurlaut am Prüfungstag nicht erneut oder nochmals separat geprüft. Die bestandene, vorab bereits abgelegte Spurlautprüfung ist hier also Meldevoraussetzung.


Ein anstrengender Tag für Hund und Mensch aber trotz erneuter Schwierigkeiten beim Schweiß, konnten wir die Prüfung bestehen: EDO vom Salvenblick FCI = III. Preis

ANETTE spod Dubovej hory = III. Preis


Edi hatte beim Schweiß große Schwierigkeiten und musste zwei Abrufe kassieren. Er ist einfach ein wahnsinnig passionierter Stöberer, das wissen wir und das ist auch völlig okay. Er wird nie ein Prüfungsschweißhund. In der Praxis ist er dagegen ein hervorragender Finder.. Prüfung ist das Eine, Praxis eben das Andere. Der Gehorsamsteil ist für Edi überhaupt kein Problem. Wenn er sitzt/liegt, dann sitzt/liegt er und was die Stöberprüfung angeht - viel brauche ich da nicht sagen :-) Im 2. Durchgang (im I. Durchgang war die zugeteilte Pazelle wildleer) fand Edi recht fix einen Rehbock und dahin gings -> jiffjiffjiffjiff ..... aber Edi kam brav innerhalb der laut PO vorgegebenen 60 Minuten zurück. Und auch Zazu hatte erneut am Schweiß ihre Probleme. Die ersten 400m waren eigentlich ganz gut gelaufen. Ich habe ihr zwar einmal zwischendurch nicht geglaubt, weil ich dachte, ich wäre schlauer aber dem war nicht so.... Wir haben leider einen Abruf gehabt, der aber mehr als gerecht war. Wir hätten den Winkel vollkommen überrannt und auf den letzten Metern habe ich ihr einfach überhaupt nicht mehr vertraut. Meine Sichtweise war auch gar nicht sooo verkehrt, sie war nicht mit den Gedanken auf der Fährte sondern etwas daneben. Was ja prinzipiell nicht unbedingt falsch ist aber sie war mit keiner Ernsthaftigkeit dabei. Sie wäre sicherlich auch hier nochmal abgegangen. Letztlich sind wir zum Endstück gekommen, wobei die letzten 200m -wie schon erwähnt- wirklich für uns schwierig waren. Die vielen Verleitungen waren einfach zu groß. Der Gehorsam ging für uns auch problemlos vorüber, wobei ich alles angeleint gemacht habe. Zazu entscheidet leider viel zu viel für sich selbst. Sie nimmt es mit der Zusammenarbeit leider nicht immer so ernst. Gerade bei der Ablage mit der Schußabgabe; nicht selten kommt sie in den Übungen in Richtung zu mir .... Naja und dann kam die Stöberprüfung :-) Genau wie Edi, überhaupt kein Problem. Die erste Parzelle war leer, in der zweiten steckte eine Sau, welche Zazu kräftig verbellt hat. Sie blieb auch eine Zeit brav dran, bis wir ein jammern vernahmen. Danach war erstmal kurz Ruhe, ehe auch sie brav innerhalb des Zeitlimits wieder zurückkam. Somit haben Edi und Zazu im Grunde wirklich gut gearbeitet.

Das Problem beider Hunde ist einfach die Schweißarbeit. Es kann nicht am Üben liegen, denn das machen wir. Es läuft tagesabhängig gut oder auch mal miserabel. Es werden beides keine Schweißprüfungsspezialisten und das verhaut uns auch immer die Punkte. Wir wurschteln uns halt so durch. Sie bestehen auch die Prüfungen aber eben nicht wirklich gut. Schade aber es sind beides zwei starke Stöberer mit wirklich großer Erfahrung darin und da liegt ihre Passion und definitiv auch ihre Stärken. Da ich persönlich auch aus keiner Schwäche zwangsmäßig versuche eine Stärke zu machen, ist es in Ordnung. Ein Dackel muss nicht alles können - auch wenn es viele wollen oder behaupten. In diesem Sinne, Waidmannsheil! :-D



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